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Nagasaki: Clover Garden

Der schottische Geschäftsmann Thomas Blake Clover hat in Nagasaki ordentlich zu tun gehabt: er hat in viele Bereiche (Kohle Abbau oder Schiffsbau) investiert. Clover war für Japans Industrialisierung eine wichtige Schlüsselfigur. Laut Wikipedia hatte er sogar seine Finger im Spiel bei den Firmengründungen von Mitsubishi und Kirin Bier.

Jedenfalls lebte Clover in Nagasaki und für ihn wurde der “Clover Garden” hergerichtet. Dort lebte er in der “Clover Residence” - eines der ältesten Häuser in Japan im westlichen Stile.

Man kann sich dort übrigens viktorianische Kleider ausleihen und durch den Clover Garden flanieren. Da hat man sich eigentlich kaum noch “wie in Japan” gefühlt. XD

Nagasaki: Dejima

Dejima war eine künstliche Insel vor Nagasaki. Während der Edo-Zeit war Dejima das “Tor zum Westen”: Nur hier konnte und durfte Japan mit Europa Handel treiben. Mittlerweile ist die “Insel” keine Insel mehr und vollständig von Nagasaki eingeschlossen. Viele alte Gebäude wurden wieder aufgebaut - aber noch nicht alle. Es ist ein schön gemacht Freiluftmuseum und der Mix aus Japan und Europa ist irgendwie doch sehr witzig anzusehen.

Nagasaki: Schnappschüsse

Als wir unsere Japan-Reise planten, hab ich die grobe Tour meinen Freund überlassen. Von mir aus hätte ich Nagasaki wohl kaum auf unsere Liste gesetzt - aber: ich hab mich total in die Stadt verliebt!

Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber Nagasaki hat es mir einfach angetan. Eine mittelgroße Stadt, es gibt alles was man braucht, irgendwie ist alles in Laufnähe und das nahe Meer…. Auch unser Hostel “CASA NODA” war wunder-wunder-schön!

Hiroshima: Friedensmuseum und Park (Peace Memorial)

Eindrucksstarkes Museum in Hiroshima. Für 50 Yen sollte jeder reinschauen.

Besonders haben mich die persönlichen Schicksale der Opfer mitgenommen - jedes Exponat hat auf einer kleinen Tafel stehen gehabt, was die Person zur Zeit der Atombombe getan hat - und was aus ihr wurde. Die meisten starben sofort oder weniger Tage später.

Okunishima /Haseninsel / Usagi Island

Wer dachte, die Haseninsel ist ein Geheimtipp: Falsch! Es ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Umgebung bei japanischen Familien. Kein Wunder - es ist ja auch der beste Streichelzoo, den man sich wünschen kann.

Tipp 1: Fahrt so früh wie möglich hin. Wir waren erst gegen Mittag da und es war doch schon gut voll. Und die Hasen waren schon ganz schön satt. Wenn man direkt in der Früh hinfährt, dann kann man vielleicht die Hasen-Anstürme erwarten, die man von diversen Youtube-Videos kennt.

Tipp 2: Bringt Hasi-Futter mit. Auf der Insel wird nix verkauft. Am Besten ging Salat und Kohl weg.

Tipp 3: Bringt euch selbst etwas zum Essen mit! Vor Ort gibt es sogar ein Grillgelände, welches man nutzen kann. Aber ein Supermarkt-Bento tut es auch. Das Restaurant im Touri-Center hat nur mittags für zwei Stunden auf und das Cafe vor Ort verkauft das schrecklichste Curry, dass ich je in Japan gegessen habe.

Ansonsten: Leiht euch ein Radl aus und fahrt die 4km um die Insel und schaut euch die Ruinen der Giftgas-Produktion an. Auch das Museum auf der Insel ist für 100 Yen einen Blick wert, viel auf englisch und für Japan überraschend kritisch. (Die Giftgas-Produktion war für die Arbeiter nämlich alles andere als ungefährlich)

Shimanami Kaido Radtour

Radlkumo durfte sich auch in Japan auf’s Rad setzen! Wir haben uns in Onomichi Radl für 1500 Yen (500 Yen Leihgebühr, 1000 Yen Deposit, die bei einer One-Way-Tour einbehalten werden) und sind 70km über sechs kleine japanische Inseln im Seto-Inlandsee geradelt - alle verbunden durch krasse Brücken.

Wer gerne auch einen Blick auf das “andere” Japan werfen will, abseits vom Trubel der Großstädte und gerne ein bisschen mehr radelt - macht es! Die Landschaft ist einfach wunderschön und Radln ist eh toll! (Sucht euch nur ein Rad mit mehr als 3 Gängen aus, ich hab echt gelitten)

Miyajima: Shika Collection

Das Beste an MIyajima? Rehe!

Im Gegensatz zu Nara werden hier aber keiner Shika-Senbei (so eine Art Reiskekse) verkauft, deswegen sind die Rehe ein bisschen weniger aufdringlich. Aber nur ein bisschen - ich hab so einige Snacks in Reh-Mäuler verschwinden sehen (und beinahe auch meine Karte der Insel XD)

Miyajima

Und da waren wir auch da! Auf der Insel Miyajima (in der Nähe von Hiroshima) gibt es das wohl bekanntese rote Tor Japans zu bestaunen. Das Tori gehört zum Itsukushima Schrein. Da die Insel im Seto-Inlandsee (kein See, sondern Meer) liegt, gibt es hier auch Ebbe und Flut.

Auf der Insel werden die Touristen durch Ladenstraßen geführt, überall gibt’s Omiyage und Essen. Und natürlich Menschen, viele Menschen. Auf Amanohashidate war ich bisschen irritiert, weil es SO ruhig war - hier haben mich die Massen fast schon ein wenig gestört.

Ein bisschen Ruhe gab es auf Mount Misen. Wir haben uns für die zwei Seilbahnen entschieden und sind den Rest (doch noch 1000 Meter auf und ab) zum Gipfel gelaufen. Super Aussicht, leider ein bisschen diesig.

Ein bisschen Osaka

Momofuku Ando Instant Ramen Museum

Netter Spaß für Osaka: Das Instant Ramen Museum von Nissin.

Es ist kostenlos, aber der große Spaß seine “eigenen” Instant-Ramen zu kreieren, kostet ca. 300 Yen. Das ist günstig und vor allem ein großer Spaß mit Freunden. Am Ende versiegelt man seinen Becher in einer Art Luftballon und kann diese “Tasche” dann tragen - bessere Werebetafeln kann Nissin sicher nicht buchen. Lustig, gut besucht, günstig - wenn man sich bewusst ist, dass das ganze “Museum” reine Werbung für Nissin ist.